Championate

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Olympische
Spiele Tokio 2020/21

Grand Prix 78,820 %

Teamgold

Grand Prix Special 80,608 %

15. Platz Einzel

Grand Prix Kür 79,432 %

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Ich konnte meine Gefühle kaum in Worte fassen. Olympia-Teamgold in Tokio! Unser zweites, nach Rio 2016. Ich war so unendlich stolz auf Showi. Schon auf dem Abreiteplatz fühlte er sich phantastisch an, ließ sich mit ganz, ganz feiner Verbindung reiten. Er war absolut bei mir und es hat so viel Spaß gemacht, ihn zu präsentieren! Piaffen, Passagen, Pirouetten, Wechsel ... das war für mich Gänsehaut pur! Ein kleiner Fehler ist uns beim Übergang aus der Passage in den Mitteltrab passiert. Das war schade. Aber er war dann auch sofort wieder bei mir. Und vollkommen auch mich konzentriert. Einfach nur ein Traum!

Mit 80,608 Prozent brachten wir unsere Mannschaft in Führung und Isabell auf Bella Rose (83,298 Prozent) und Jessica von Bredow-Werndl auf Dalera machten den 14. Teamgoldgewinn für Deutschland dann perfekt. Mit mehr als vier Prozentpunkten lagen wir vor den Equipen aus den USA und Großbritannien.

Als viertbestes Paar aus dem Special hatte wir uns natürlich Medaillenchancen für die Einzelentscheidung in der Kür der besten 18 Paare ausgerechnet. Doch es wurde eine Enttäuschung. Wir hatten vor meinem Ritt entschieden, dass ich auf volles Risiko gehe. Alles oder nichts - und dann wurde es leider „nichts“. Showi war fit, sehr motiviert und hat sich super locker angefühlt. Das hat uns bestärkt, dass Risiko die richtige Strategie ist. Aber es war vielleicht am Ende doch das Quäntchen zu viel.

Was hätte ich mir gewünscht, Showi mit all seinen grandiosen Höhepunkten in diesem unglaublichen Finale zeigen zu können. Dieses so wunderbare Pferd hätte es so verdient gehabt!

Aber wir trösteten uns mit Mannschaftsgold. Dass ich in Tokio überhaupt mit dabei sein konnte, grenzte fast an ein Wunder. Durch einen Schlüsselbeinbruch im Frühjahr verlief die Vorbereitung auf die Spiele anders als geplant und ich war Showi und meinem Team unendlich dankbar, dass uns der Sprung in die Deutsche Equipe mit diesem ganz wenigen Anlauf geglückt ist. Ein weiterer Beweis, dass Showi etwas ganz, ganz Besonderes ist.

Die Olympischen Spiele von Tokio wurden wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2021 verschoben. Und dann durften sie nur unter Ausschluss der Zuschauer stattfinden. Das haben nicht nur wir Reiter, sondern auch alle anderen Sportler sehr bedauert. Ein weiterer Wermutstropfen: die Teams durften nur aus drei Reitern bestehen. Ein Streichergebnis gab es nicht mehr.

 
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Es war – einfach unbeschreiblich!!! Wahnsinn!! Ich durfte ja nun schon einige Highlights in meiner Karriere erleben, aber die EM im niederländischen Rotterdam war noch einmal eine neue Dimension: am Ziel meiner kühnsten Träume und für viele Jahre Training belohnt mit einmal Teamgold und zweimal Einzelsilber – meinen ersten Championats-Einzelmedaillen übrigens. Und im erlauchten Kreis der 90 Prozent angekommen. Danke Showi! Danke Gabriele! Danke an meine Familie und mein Team!


Mit Isabell Werth auf Bella Rose, Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB und Sönke Rothenberger auf Cosmo trat das Gold-Team der WEG 2018 in Tryon/USA nun zum kontinentalen Kräftemessen an. Einzig ich hatte diesmal nicht Sammy mit dabei, sondern meinen Olympiasieger Showi. Er hatte zuvor schon beim CHIO in Aachen mit unserer neuen persönlichen Bestmarke von 89,660 Prozent gezeigt, dass er unglaublich gereift und noch stabiler geworden ist.

Im Grand Prix war Showi anfangs noch etwas nervös. Aber im Verlauf konzentrierte er sich immer mehr passagierte am Ende für eine 9,9. Die Schlusslinie war einfach wunderbar. Wir steuerten 80,233 Prozent zum Teamergebnis bei – und trugen so unseren Teil zum 24. deutschen Triumph in einem EM-Nationenpreis bei (vor den Niederländern und den Schweden). Es war außerdem die sechste Mannschafts-Goldmedaille unter der Ägide des Bundestrainergespanns Monica Theodorescu und Jonny Hilberath.

Europameisterschaften Rotterdam/NED
2019
SCHNEIDER_Dorothee_Rotterdam_19_SL_909-0

Nach dem Special fehlten mir wirklich die Worte. Ich habe keinen Moment daran gedacht, ob ich nun Erste oder Zweite werde. Ich habe den Ritt einfach nur genossen. Es fühlte sich an als würden wir fliegen. Nur in den Einerwechseln habe ich meinen Steigbügel verloren. Vielleicht muss ich mit Monica nochmal ein bisschen an der Longe üben ... Seit zehn Jahren darf ich Showi ausbilden und bin so unendlich glücklich und dankbar, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen durften.
 

Zu dem Einzelsilber knapp hinter Isabell im Special (85,456 Prozent) kam dann noch Einzelsilber in der Kür hinzu. 90,561 Prozent – das haben zu diesem Zeitpunkt gerade mal fünf weitere Paare je geschafft. Insgesamt 58-Mal innerhalb des Turniers gab es die 10 für Showis Passage.

Am Ende hatte ich drei Medaillen um den Hals hängen und musste mich wirklich kneifen, ob ich das nicht alles nur geträumt habe. Ich kann meinen Dank an alle, die diesen Erfolg mit ermöglicht haben, kaum in Worte fassen: Danke, Euch allen!!!

Teamgold

Grand Prix 80,233 % (2. Pl.)


Einzelsilber

Grand Prix Special 85,456 %


Einzelsilber

Grand Prix Kür 90,561 %

 
Weltreiterspiele
Tryon/USA 2018

Sammy und ich reisten als amtierende Europameister nach North Carolina/USA zu den Weltreiterspielen im Tryon International Equestrian Center – und zwar zusammen mit Sönke Rothenberger mit Cosmo, Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB und Isabell Werth mit Bella Rose. Und wieder wurde es Teamgold für den damals erst zwölfjährigen Bayern-Rappen aus dem Besitz von Matthias Herbert, der 2017 ja gerade seine erste „richtige“ Grand Prix-Saison überhaupt gegangen war. Wow! Wow! Wow! Was ist dieses Pferd über sich selbst hinausgewachsen!
 

Die Kombination aus hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit in Tryon war weder für die Pferde, noch für uns Reiter einfach. Umso stolzer war ich auf Sammy, der als zweites deutsches Pferd im Grand Prix mit 75,062 Prozent Overnight-Dritter wurde und unser Team mit auf Goldkurs brachte. Sammy ging phantastisch! Leider hat uns ein „Missverständnis“ in der ersten Piaffe sehr viele Punkte gekostet. Aber gleich danach war es wieder eine sichere Runde mit vielen Höhepunkten im Galopp und auf der letzten Mittellinie.
 

Bereits zum zwölften Mal, seit der ersten Dressur-WM 1966 in Bern/SUI, ging Gold an Deutschland. Mit 242,950 Punkten verwiesen wir die Reiter aus den USA (233,229 Punkten) und Großbritannien (229,628 Punkte) deutlich auf die Plätze. 


Im Grand Prix Special packte Sammy sogar noch ein Brikett drauf. Er war auf den Punkt top fit und zeigte eine super Prüfung, die uns Rang elf (75,608 Prozent) und damit klar die Startberechtigung in der Kür der besten 15 sicherte. Leider  wurde diese aber wegen des herannahenden Tropensturms „Florence“ vom Veranstalter abgesagt … Schade, denn Sammy war wirklich in einer phantastischen Form und er liebt die Kür …

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Teamgold

Grand Prix 75,062 % (13. Pl.)

 

11. Pl. Einzel

Grand Prix Special 75,608 %

 

Einzel

Grand Prix Kür wetterbedingt nicht ausgetragen

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Was für eine grandiose Entwicklung: Sammy ging 2017 seine erste internationale Grand Prix-Saison überhaupt und trabte über die Vierecke in Herning/DEN, Mannheim, München und Aachen direkt in das deutsche EM-Team für Göteborg/SWE. Dort vertrat er seinen, bei den Sichtungsturnieren damals verletzten Boxennachbarn Showi mehr als würdig. 

Gleich im Mannschafts-Grand Prix lieferte der elfjährige Bayern-Wallach aus dem Besitz von Matthias Herbert eine super Leistung ab. Die Pirouetten gelangen spitze, daran hatten wir nach Aachen vermehrt gearbeitet. Und die Schlusslinie war nochmal enorm, da hatte ich ein richtig gutes Gefühl. Zwei, drei Dinge hätten noch besser laufen können, etwa die Übergänge zur Passage und zu den Einerwechseln. Aber ich war total begeistert. Solch eine Stadionkulisse hatte er nämlich bisher noch nicht gesehen … Mit 74,586 Prozent (6. Platz) trugen wir unserem Teil zum überlegenen Gewinn von Teamgold durch die deutsche Equipe mit Isabell Werth auf Weihegold OLD, Sönke Rothenberger auf Cosmo und Helen Langehanenberg auf Damsey FRH mit gesamt 237,072 Prozentpunkten vor den Equipen aus Dänemark (224,643 Prozentpunkte) und Schweden (221,143) bei.

Im Special konnte ich Sammy noch geschlossener präsentieren. Leider waren die Fehler in der Pirouette und in der letzten Piaffe sehr teuer. Aber es war ja auch erst sein dritter internationaler Special überhaupt. Und als Zwöfte (73,249 Prozent) und drittbestes deutsches Paar hatten wir sogar noch das Ticket für die Kür in der Tasche. 

In der Kür machte Sammy toll mit und zeigte viele Höhepunkte. Er gab wirklich alles. Und ich war unheimlich stolz auf ihn. So jung und noch eher unerfahren in drei so schweren Prüfungen – das war wirklich klasse!! Gewünscht hätte ich mir, dass das noch seine Entdeckerin Dr. Cornelia Herbert  hätte miterleben können. Sie hat immer an dieses Pferd geglaubt – und sie sollte mit ihrer Einschätzung goldrichtig liegen.

Sammy_Davis_jr_Dorothee_SCHNEIDER_Goeteb

Teamgold

Grand Prix 74,586 % (6. Pl.)

 

12. Pl. Einzel

Grand Prix Special 73,249 %

 

11. Pl. Einzel

Grand Prix Kür 76,289 %

Europameisterschaften
Göteborg/SWE 2017